{"id":682,"date":"2014-05-31T13:51:45","date_gmt":"2014-05-31T11:51:45","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=682"},"modified":"2014-05-31T18:08:39","modified_gmt":"2014-05-31T16:08:39","slug":"tag-65-tarragona-lhospitalet-de-linfant","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=682","title":{"rendered":"Tag 65. Tarragona &#8211; L&#8217;Hospitalet de L&#8217;Infant"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht war ruhig, kein Regen oder Gewitter und morgens scheint die Sonne. Ich mache mich auf den Weg. Ich plane die Route etwas um, sodass ich eher Hauptstra\u00dfe fahre, statt Schotterwege und Rumpelstrassen. Am Wegesrand liegt so viel M\u00fcll, dass ich \u00fcber die Ess-, Trink- und Rauchgewohnheiten der Menschen hier mehr sagen kann als google und die NSA zusammen. Aber ich habe einen breiten Seitenstreifen ganz f\u00fcr mich alleine und das macht mich gl\u00fccklich. Naja, nicht ganz alleine. Auf dem Boden krabbelt ein Hornissen-gro\u00dfes Fliegetier, in schwarz mit gelben und wei\u00dfen Streifen. Dazu rote Fl\u00fcgel. Vorsichtshalber halte ich nicht an, um es zu fotografieren, denn ich finde solche Signalfarben passen nicht gut mit einem &#8222;komm her, streichel mich, hab mich lieb&#8220;-Gedanken zusammen. Ich treffe sp\u00e4ter noch auf mehrere dieser Insekten und bin froh, dass es nicht umgekehrt ist. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-133235-48755641.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-133235-48755641.jpg\" alt=\"20140531-133235-48755641.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nIn der Ferne erhebt sich der Vergn\u00fcgungspark &#8222;Port Aventura&#8220;, wo ich \u00fcberlegt hatte hinzufahren, als ich Zivilisation, Menschen und Autos noch gut fand. Seit Barcelona komme ich nicht so recht zur Ruhe und bin froh \u00fcber jede Einsamkeit die ich bekommen kann. Trotzdem freue ich mich \u00fcber die Schreie und Rufe, die bis zu meiner Hauptstra\u00dfe vordringen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-133611-48971560.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-133611-48971560.jpg\" alt=\"20140531-133611-48971560.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nIch glaube, ich bin schon fast da, als ich endlich Pause mache. Die Strecke ist nicht lang, aber sie strengt mich trotzdem an. Irgendwie ist die Motivation gerade anderswo besch\u00e4ftigt. Ich finde einen Platz mit Bank und Schatten in dem Ort &#8222;Miami Plaja&#8220;. Drei alte M\u00e4nner sitzen auf einer Bank und unterhalten sich. Irgendwann gehen sie wieder ihrer Wege, alle nacheinander in unterschiedliche Richtungen. Irgendwie nett. Dann kommt ein Junge, spielt etwas Basketball und haut dann wieder ab. Ein kleines Kind rennt auf den Spielplatz und freut sich. Ich genie\u00dfe das. Ich schaue zu und trinke Tee. Eine \u00e4ltere Dame kommt mit einem jungen Hund um die Ecke. Jedes Ger\u00e4usch, jedes Auto und jeder Mensch ist \u00fcberaus interessant f\u00fcr den Kleinen. Die ganze Welt ist anscheinend voll von Abenteuern, Wundern und Begegnungen. Mein Fahrrad ist besonders anziehend und nur schwer bekommt die Dame ihn davon weg. Er t\u00e4nzelt vor ihren F\u00fc\u00dfen und wei\u00df gar nicht, wo er zuerst hingucken soll. Ich sitze auf der Bank w\u00e4hrend hinter mir ein Auto den Kantstein entlang schrammt. Und das recht ordentlich. Es gibt hier wenig Autos ohne Schrammen, Beulen oder Dellen. Selbst der schickste und neueste Mercedes hat welche. Geh\u00f6rt vielleicht zum guten Ton. Als der Kantsteinschrammer sich wieder aus demselbigen herausfr\u00e4st, stelle ich fest dass es ein Franzose ist. Naja.<br \/>\nSo, jetzt geht es mal erstmal weiter zum Campingplatz. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-135125-49885108.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-135125-49885108.jpg\" alt=\"20140531-135125-49885108.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nIch bin nun angekommen an dem Platz und finde ihn auch ganz sch\u00f6n. Mit mir ist ein kleines Gewitter mit ziemlich ambitionierten Regenf\u00e4llen ebenfalls angekommen. Es l\u00e4sst sich aber Zeit und droht erstmal nur spielerisch mit allerhand dunklen Wolken. Ich nehme das nicht ernst und fahre erstmal zu Lidl. Seltsamerweise habe ich Gegenwind, obwohl ich zur\u00fcck fahre.<br \/>\nNun gut, ich brauche unbedingt Milch und ich will gucken, ob es hier auch Hering in wei\u00dfer So\u00dfe gibt. Gibt es. Ich bin begeistert und schnappe mir eine Packung. Au\u00dferdem noch allerhand andere Leckereien, bei denen ich nat\u00fcrlich einen langen und vern\u00fcnftigen Entscheidungsprozess durchlebe, bevor ich sie kaufe. An der Kasse fragt mich ein kleiner Junge, soweit ich das verstehen kann, warum ich meinen Fahrradhelm aufhabe. Ich wei\u00df nicht, wie ich antworten soll, deshalb sage ich freundlich dass ich kein spanisch spreche und aus Deutschland komme. &#8222;Alemania?&#8220; fragt der Junge mit einem pr\u00fcfenden Blick. &#8222;Si&#8220;, antworte ich wortreich. Er dreht sich zu seiner Schwester um und redet mit ihr \u00fcber mich. Ich verstehe nur ab und zu &#8222;Alemania&#8220; und vermute, dass er nun der Meinung ist, dass in Alemania alle Leute Fahrradhelme tragen und das seiner Schwester gerade haarklein erkl\u00e4rt. Ich merke gerade, dass ein kleiner Teil <em>meiner<\/em>Haare zwischen den L\u00fccken meines Fahrradhelms krawallisch nach oben steht, wie ein kleines Pfl\u00e4nzchen, dass sich durch den Asphalt der Sonne entgegen streckt. Ich bin der Meinung dass das meiner W\u00fcrde keinen Abbruch tut und lasse sie stehen. Auf dem Weg nach Hause, habe ich wieder Gegenwind. Hier stimmt doch irgendwas nicht! Ich packe schnell mein Fahrrad ein und gehe duschen. Drau\u00dfen ist das Gewitter jetzt endlich zu dem Schluss gekommen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist um mal ein paar Tropfen loszuwerden. Scheinbar hat es nun gar keine Zeit mehr l\u00e4nger zu bleiben, schubst alles auf die Erde was an Regen da ist und zieht dann schnell weiter, um woanders Angst und Terror zu verbreiten. Das hei\u00dft im Klartext, viel viel Regen in ganz kurzer Zeit. Aber das Zelt h\u00e4lt. Mich kann auch nichts ersch\u00fcttern, ich habe haribo tropifrutti bei Lidl gefunden und au\u00dferdem noch andere tolle Sachen. Das esse ich jetzt \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-180726-65246420.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140531-180726-65246420.jpg\" alt=\"20140531-180726-65246420.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation682\" name=\"41.001794,0.931211\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war ruhig, kein Regen oder Gewitter und morgens scheint die Sonne. Ich mache mich auf den Weg. Ich plane die Route etwas um, sodass ich eher Hauptstra\u00dfe fahre, statt Schotterwege und Rumpelstrassen. 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