{"id":633,"date":"2014-05-25T23:25:50","date_gmt":"2014-05-25T21:25:50","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=633"},"modified":"2014-05-25T23:25:51","modified_gmt":"2014-05-25T21:25:51","slug":"tag-59-barcelona","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=633","title":{"rendered":"Tag 59. Barcelona"},"content":{"rendered":"<p>Heute erstmal zum Hotel. Immerhin 42km. Geht ja schnell denke ich. Von wegen. Es geht mitten durch Barcelona, alle hundert Meter eine Ampel. Das bin ich nun echt nicht mehr gewohnt. Ich lasse es also recht ruhig angehen und rolle immer mal alle paar Minuten 100m weiter.  Irgendwann bin ich dann da und w\u00fcrde am liebsten einfach schlafen. Also duschen und los. Heute ist schlie\u00dflich die blaue Route dran. Ich frage beim erstbesten touri Bus am Plaza cataluya ob das die blaue Linie ist. Die Dame guckt mich zwar freundlich aber irgendwie zur\u00fcckhaltend an. Nein, die blaue Linie ist (nat\u00fcrlich) da dr\u00fcben. Ist mir gestern mit der roten Linie genau umgekehrt passiert. Wieso ist das eigentlich immer so?! Wie auch immer, ich wundere mich noch \u00fcber den seltsamen Blick der roten-Linie-Dame, als mir klar wird, dass ich mal wieder komplett in Blau eingekleidet bin. Sogar das tshirt. Vielleicht hat sie das irritiert. Ich setze mich oben hin und freue mich \u00fcber die Sonne. Vor mir sitzen zwei Amerikanerinnen. Ich h\u00f6re nur mit halbem Ohr, wie kurze S\u00e4tze mit viel &#8222;like&#8220; und &#8222;yeah&#8220; im Mund herumgekaut werden, um dann als Brei ausgespuckt zu werden. Na gut, ich m\u00f6chte gar nicht wissen wie unsere Sprache klingt.  Als wir endlich an der Sagrada Familia ankommen, werden die &#8222;I was like blablabla and then he was like nuschelnuschel&#8220;-S\u00e4tze (nur unterbrochen von unmissverst\u00e4ndlich zustimmenden &#8222;yeah&#8220; und &#8222;really?!&#8220; Antworten ihrer Nachbarin) unterbrochen von Ausrufen h\u00f6chstem Erstaunens: &#8222;aamaaaaaaazing&#8220; und &#8222;aaaaaaawesome&#8220;. Ich bin froh dass die Damen mich akustisch so dezent darauf hinweisen, denn ich h\u00e4tte es sonst fast gar nicht bemerkt, dieses gigantische Monstrum einer katholischen Kathedrale, dass sich still und heimlich direkt neben mir \u00fcber hundert Meter in die H\u00f6he erhebt. Als ich vor 20 Jahren (ach Gott ja, sowas kann ich jetzt schon sagen) hier war, gab es nur die beiden Portale und die vier T\u00fcrme. Ich konnte mich in die Mitte der Baustelle auf den R\u00fccken legen und die Spitzen aller vier T\u00fcrme fotografieren. Jetzt ist dem quasi ein Ende in Form einer Decke, Kuppel, Ungeheuerlichkeit? &#8211; Ich wei\u00df nicht wie ich es nennen soll &#8211; gesetzt. Fr\u00fcher hat der Eintritt auch nicht 20 Euro gekostet, denke ich knauserig. Aber eigentlich ist es egal, was es kostet, man muss sich das ansehen. Als ich reinkomme fehlen mir die Worte. Mir wird klar, dass diese Kathedrale es nicht n\u00f6tig hat &#8222;h\u00fcbsch&#8220; und &#8222;still&#8220; zu sein. Hundert verschiedene Bauweisen, gigantische S\u00e4ulen, Zacken, Tropfen und Vorspr\u00fcnge br\u00fcllen den Besucher aus jedem Blickwinkel an. Riesige bunte Fenster werfen farbige Flecken auf den Boden und die S\u00e4ulen. Ich bin fasziniert, schockiert und erschlagen. Monstr\u00f6s und doch irgendwie leicht, modern und trotzdem auch klassisch, gr\u00e4sslich und zutiefst beeindruckend. Ich irre umher und versuche mit meinem kleinen iPhone die schiere Gr\u00f6\u00dfe einzufangen. Nach einer Weile des schlichten Unglaubens komme ich etwas zur Ruhe. Fast alle Menschen strecken die H\u00e4nde zur Decke. Religi\u00f6se Ergriffenheit k\u00f6nnte man meinen, es sind aber nur die Telefone und Kameras, die hier nach oben gestreckt werden. Ich habe mir auch einen Turmbesuch dazu gebucht, wir rauschen erstmal mit einem Fahrstuhl die 70 begehbaren Meter nach oben. Alles sehr eng aber ein toller Blick. Wieder runter nehme ich die Treppen. H\u00e4tte ich Schultern wie Hulk, w\u00e4re das jetzt ein Problem. Vor mir gehen zwei Chinesinnen die schmale, sehr schmale, Treppe nach unten. Da ich nun bei den Amerikanerinnen ja schon begonnen habe, Vorurteile zu untermauern, mache ich gleich mit China weiter. Beide haben also eine Kamera. Nun ja. Es ist ja nun so, dass sich der Blick zwischen der einen kleine Treppenstufe und der Folgenden nicht wahnwitzig stark ver\u00e4ndert. Aber nicht so f\u00fcr meine beiden Chinesinnen. Jede Stufe ver\u00e4ndert den Blickwinkel immerhin um ca. 15-20cm nach unten. Da kann man schonmal eine ganz neue Perspektive entdecken. Besonders wenn man selber nicht so gro\u00df ist &#8230; Das war b\u00f6se, aber ich geh\u00f6re ja auch dazu. Immerhin schaffe ich es aber noch, aus dem Schrank in der Firmenk\u00fcche selbst\u00e4ndig einen Teller rauszuholen. Das soll mir erstmal einer nachmachen!! (was hier eigentlich alle ohne Schwierigkeiten schaffen, naja fast alle&#8230;) \ud83d\ude42<br \/>\nAlso, zur\u00fcck nach China. Der Abstieg ist, wie soll ich sagen, z\u00f6gerlich? Nein, wir denken positiv und nennen es &#8222;entspannt&#8220;. Bis es in einer kleinen Wendeltreppe die letzten 30m runtergeht. Das ist nun nicht mehr so leicht, vor allem das geradeaus Gehen am Ende der Treppe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231518-83718637.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231518-83718637.jpg\" alt=\"20140525-231518-83718637.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231518-83718990.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231518-83718990.jpg\" alt=\"20140525-231518-83718990.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231639-83799597.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231639-83799597.jpg\" alt=\"20140525-231639-83799597.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231640-83800286.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231640-83800286.jpg\" alt=\"20140525-231640-83800286.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231639-83799947.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231639-83799947.jpg\" alt=\"20140525-231639-83799947.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231914-83954534.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231914-83954534.jpg\" alt=\"20140525-231914-83954534.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231914-83954057.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231914-83954057.jpg\" alt=\"20140525-231914-83954057.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231915-83955012.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-231915-83955012.jpg\" alt=\"20140525-231915-83955012.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232101-84061929.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232101-84061929.jpg\" alt=\"20140525-232101-84061929.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232101-84061181.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232101-84061181.jpg\" alt=\"20140525-232101-84061181.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232100-84060267.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232100-84060267.jpg\" alt=\"20140525-232100-84060267.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei Mcdonalds schubse mich wieder auf den weltlich-banalen Burger-Boden. Ich kann es kaum glauben, ich bekomme zu meinem Menu ein Geschenk. Es wurde aber auch Zeit, dass ich meine Liebe zu McDonald&#8217;s mit F\u00fc\u00dfen treten kann \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232318-84198558.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232318-84198558.jpg\" alt=\"20140525-232318-84198558.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann wieder in den Bus. Ich fahre die blaue Route bis zuende. Den Park mache ich morgen. Wieder am Hotel denke ich &#8222;noch schnell auf einen Tee zu McDonald&#8217;s?!&#8220; &#8211; Neeee! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232454-84294124.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140525-232454-84294124.jpg\" alt=\"20140525-232454-84294124.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation633\" name=\"41.321006,2.028039\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute erstmal zum Hotel. Immerhin 42km. Geht ja schnell denke ich. Von wegen. Es geht mitten durch Barcelona, alle hundert Meter eine Ampel. Das bin ich nun echt nicht mehr gewohnt. Ich lasse es also recht ruhig angehen und rolle immer mal alle paar Minuten 100m weiter. 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