{"id":560,"date":"2014-05-16T16:17:11","date_gmt":"2014-05-16T14:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=560"},"modified":"2014-05-16T16:17:11","modified_gmt":"2014-05-16T14:17:11","slug":"tag-50-empuriabrava","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=560","title":{"rendered":"Tag 50. Empuriabrava"},"content":{"rendered":"<p>Ich sitze beim Fr\u00fchst\u00fcck. Die Milch schmeckt irgendwie anders heute, vielleicht ist sie schon auf dem Weg, schlecht zu werden. Aber der Magen muss gef\u00fcllt werden und ich wei\u00df nicht wohin sonst damit. Also einfach essen. Ich sp\u00fcle den Geschmack mit einem<br \/>\ngro\u00dfen Schluck Chlorwasser aus dem Wasserhahn runter. K\u00f6stlich. Meine Margarine besteht fast g\u00e4nzlich nur noch aus einem glasigen Flockengemisch. Ich frage mich, wie ich das Fr\u00fchst\u00fcck mit -2 bis +5 Grad morgens ausgehalten habe. Da hatte ich noch Probleme, die Nutella \u00fcberhaupt aus dem Glas zu bekommen. Jetzt kommt sie mir von ganz alleine entgegen. Es weht noch nicht so viel Wind und ich bin guter Dinge. Vielleicht klappt es ja heute mit dem Strand. Noch beobachte ich die V\u00f6gel um mich herum. Die Spatzen fangen die herunterfallenden Samen der Kiefern im Flug auf. Ganz anders dagegen die Tauben. Wenn ich mich drei Minuten mal nicht bewege, denken sie offenbar schon, ich bin nicht mehr da. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161452.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161452.jpg\" alt=\"20140516-161452.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nJetzt kommt der Wind; ich bin eigentlich ganz froh dar\u00fcber, denn die Sonne hat mir f\u00fcr heute gereicht. Die meisten Leute hier h\u00e4ngen den ganzen Tag vor ihren Wohnmobilen und Anh\u00e4ngern rum. Ist mir irgendwie schleierhaft. Andererseits hat man da nat\u00fcrlich den K\u00fchlschrank mit dem kalten Bier. Ich glaube mittlerweile ist meine kleine Insel um mich herum der einzige freie Platz und er wird schon von verschiedenen Neuank\u00f6mmlingen ausgelotet. Ich bin morgen ja eh weg. Heute sind die Boule Herren wohl nicht so gut drauf, ich h\u00f6re st\u00e4ndig nur &#8222;nej&#8220;. Ich glaube es wird zeit f\u00fcr das Mittagessen. Tja, das macht man eben einen ganzen Tag auf einem Campingplatz. Gucken, duschen, essen, Strand. Das Einzige, was ich in den letzten zwei Tagen gesagt habe, war ein &#8222;Hallo&#8220;, ein &#8222;Morgen&#8220; und &#8222;na, du H\u00fcbscher?&#8220; (zu dem Papagei). Ich glaube, ich bin jetzt so weit, bei einer Animation mitzumachen. Leider war der Tanzabend im Restaurant gestern. Tja, wer zu sp\u00e4t kommt&#8230; Daf\u00fcr habe ich leckere Kekse gefunden. Das ist der Nachtisch zum Baguette\/K\u00e4se\/Wurst Mittag. Ich denke an die Familie, Freunde und Kollegen zu Hause. Ich freue mich auch, wieder nach Hause zu kommen und auch darauf, wieder zu arbeiten. Ich vermisse meine Frau, meine Schwester und meine Mutter. Mein zu Hause und mein Auto :-). Au\u00dferdem f\u00fchle ich mich wirklich wohl bei der Arbeit. Es f\u00fchlt sich insgesamt gut an, zu merken, wo ich hingeh\u00f6re und sein m\u00f6chte. Ich bin echt froh und dankbar. Das ist eins der Gef\u00fchle, die mich von Anfang an begleitet haben. Froh und dankbar zu sein. Das wurde im Laufe der Zeit tats\u00e4chlich eine Art Mantra :-). Ich hatte bis jetzt viel Gl\u00fcck. Mit dem Wetter, mit den Menschen, die mir geholfen haben, zwar selten, aber alle waren immer nett, wenn ich zB. mit dem Rad Probleme hatte. Ich bin noch kein Mal auf die Schnauze gefallen und ich wurde nicht beklaut. Das Zelt hat gehalten und auch ich bin wider Erwarten noch nicht auseinandergefallen. Klar, es war anfangs reichlich kalt, die Speichenbr\u00fcche haben mir zu schaffen gemacht und der eine oder andere geschlossene Campingplatz haben mich gestresst. Aber alles in allem bin ich wirklich froh und dankbar. Ich wei\u00df gar nicht, wie oft ich das auf dieser Reise schon gedacht habe. <\/p>\n<p>So, spontan habe ich grade noch ein &#8222;hallihallo&#8220; zu meinem unermesslichen Wortschwall  in der letzten Zeit hinzugef\u00fcgt, als ein kleiner Spatz sich endlich mein hingeworfenes Brotst\u00fcck schnappt.<br \/>\nUnd jetzt gibt es Tee. Die beiden Kilo, die ich abgenommen habe, werde ich mir ja wohl wieder zur\u00fcck holen. W\u00e4re doch gelacht!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161552.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161552.jpg\" alt=\"20140516-161552.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161651.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/20140516-161651.jpg\" alt=\"20140516-161651.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation560\" name=\"42.237535,3.123488\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sitze beim Fr\u00fchst\u00fcck. Die Milch schmeckt irgendwie anders heute, vielleicht ist sie schon auf dem Weg, schlecht zu werden. 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