{"id":372,"date":"2014-04-21T19:33:38","date_gmt":"2014-04-21T17:33:38","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=372"},"modified":"2014-04-21T19:33:39","modified_gmt":"2014-04-21T17:33:39","slug":"tag-25-vesoul-besancon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=372","title":{"rendered":"Tag 25. Vesoul &#8211; Besan\u00e7on"},"content":{"rendered":"<p>Heute keine \u00dcbersicht \u00fcber die Tour. Mein Navi hat mich zwischendurch rausgeschmissen und ich musste die Tour neu planen. <\/p>\n<p>In der Nacht hat es angefangen zu regnen und erst vor einer Stunde wieder aufgeh\u00f6rt. Ich sitze im Zelt, habe aber abends schon einiges vorbereitet. Nur leider nicht, ob der Platz, zu dem ich wollte, offen ist. Ich rufe an, aber der Anruf kann nicht durchgestellt werden. Ich plane um. Es geht statt nach \u00c9magny nach Besan\u00e7on. Hier buche ich mir ein Zimmer im Ibis Budget Hotel. Es gibt laut Google keine Campingpl\u00e4tze in der Gegend und direkt zum n\u00e4chsten Etappenziel zu fahren ist mir zu weit. Ich versuche so schnell wie m\u00f6glich alles einzupacken, aber es wird nat\u00fcrlich trotzdem alles nass. Ist aber nicht so schlimm, ich freue mich auf das Hotel. Los geht&#8217;s im str\u00f6menden Regen. Heute mal wieder nicht so lustig, aber solche Tage gibt es eben auch. Irgendwann bin ich reichlich erledigt und brauche unbedingt eine Pause. Endlich finde ich eine Art Sitzgruppe in einem kleinen Dorf. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190557.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190557.jpg\" alt=\"20140421-190557.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nEs ist zwar kalt, aber daf\u00fcr trocken. Das \u00e4ndere ich schnell, als ich mich hinsetze. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190654.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190654.jpg\" alt=\"20140421-190654.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nKeine Ahnung, ob das jetzt Schweiss oder Regenwasser ist. Ich esse mein &#8222;Pausenbrot&#8220; und greife danach zu meinem momentanen Suchmittel:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190840.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190840.jpg\" alt=\"20140421-190840.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nSchon wird die Welt bunt und klebrig und ich bin gl\u00fccklich. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190922.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-190922.jpg\" alt=\"20140421-190922.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nDurch die Regentropfen auf meiner Brille starre ich in den Himmel und denke dar\u00fcber nach, was ich in diesen fast vier Wochen alles sch\u00e4tzen gelernt habe. Hei\u00df duschen, Klopapier, Asphalt, hei\u00dfen Tee, meine M\u00fctze, Menschen die freundlich zu mir sind, K\u00fcchenrolle, Lebewesen aller Art (au\u00dfer Spinnen und V\u00f6gel, die erst Nachts anfangen zu zwitschern) &#8211; kurz, allerhand erstmal recht einfache Dinge. Ich bin begeistert von meinen Handt\u00fcchern &#8211; spezielle d\u00fcnne supersaugf\u00e4hige Dinger. Und nat\u00fcrlich von meiner Regenkleidung. Ich finde, ich sehe auch extrem cool darin aus. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-191749.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-191749.jpg\" alt=\"20140421-191749.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nIrgendwann beginne ich meinen Po nicht mehr zu f\u00fchlen und nehme das als Anlass weiterzufahren. Nur noch schlappe 13km von den 66, die ich fahren muss. Nach so einer Pause kommen die Beine nur reichlich widerwillig wieder in die G\u00e4nge. Endlich komme ich im Hotel an und breite mich aus. Alles muss trocknen und ich nutze jeden Platz. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-192200.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/menina-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/20140421-192200.jpg\" alt=\"20140421-192200.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><br \/>\nRes\u00fcmierend w\u00fcrde ich sagen, alle K\u00fche am Wegesrand haben mich genau be\u00e4ugt, so wie ich sie auch. Mindestens vier Katzen sind in Todesangst vor mir geflohen. Eine andere hat sich so platt auf den Boden gelegt, dass sie den \u00fcberfahrenen Fellhaufen auf der Stra\u00dfe alle Ehre gemacht hat, und noch eine ist mit einem Hechtsprung ins Feld geh\u00fcpft, wo ich ihre schwarzen Ohren noch gut sehen konnte. Ich habe sie aber in der Illusion gelassen, ich w\u00fcsste nun \u00fcberhaupt nicht mehr, wo sie abgeblieben ist. Ich glaube ich habe einen Fuchs gesehen. Nat\u00fcrlich nur von hinten. Viele Pferde, die wohl auch nichts anderes machen, als sich zu bewegen, fressen und schlafen (mir werden hier Parallelen bewusst &#8230;). Menschen so gut wie gar nicht. Und zuletzt eine Welt, die durch die &#8222;Regentropfen auf Brille&#8220;-Perspektive manchmal ganz anders aussah. Sehr philosophisch. Und jetzt gucke ich Ironman 2 en francais.<\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation372\" name=\"47.246822,6.022204\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute keine \u00dcbersicht \u00fcber die Tour. Mein Navi hat mich zwischendurch rausgeschmissen und ich musste die Tour neu planen. In der Nacht hat es angefangen zu regnen und erst vor einer Stunde wieder aufgeh\u00f6rt. 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