{"id":289,"date":"2014-04-10T08:05:54","date_gmt":"2014-04-10T06:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=289"},"modified":"2014-04-10T18:04:20","modified_gmt":"2014-04-10T16:04:20","slug":"tag-14-cochem-muelheim","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=289","title":{"rendered":"Tag 14. Cochem &#8211; M\u00fclheim"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"450\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/www.komoot.de\/tour\/etappe-10-cochem-m\u00fchlheim\/2199928?embed&utm_campaign=wpplugin\"><a href=\"http:\/\/www.komoot.de\/tour\/etappe-10-cochem-m\u00fchlheim\/2199928?utm_campaign=wpplugin\">Tour anzeigen<\/a><\/iframe><\/p>\n<p>Es ist 6:30. Ich liege noch in voller Montur im Schlafsack. Drau\u00dfen zwitschern die unterschiedlichsten V\u00f6gel. Direkt neben mir muss ein R2D2-Vogel sein. Weiter hinten klingt einer wie ein altes Modem. Und dann noch einer, der klingt wie ein kaputter Schreib-Lesekopf einer Festplatte. Der R2D2 spult jetzt sein No.1-Hit Medley ab, ohne Pause in Endlosschleife. Das alte Modem steigert sich zu einer realistischen Imitation eines startendes Motorrades. Und ich k\u00f6nnte schw\u00f6ren dass der schreib-Lesekopf jetzt ein Helene Fischer Song piepst. <\/p>\n<p>Ich krieche aus dem Zelt und stelle am Klo fest, dass ich mein Klopapier vergessen habe. Was man nicht im Kopf hat&#8230; denke ich. Allerdings ist mit meinen Beinen auch nicht viel los,  was die berechtigte Frage aufwirft, wo sich meine gigantische Intelligenz zur Zeit versteckt.<\/p>\n<p>Egal, Fr\u00fchst\u00fcck gemacht. Ich werde immer besser was die W\u00e4rmenutzung angeht&#8230; Alles zusammen packen und ab zum Bezahlen. Hier kommt mal wieder die beliebte und berechtigte Frage, ob es denn nicht zu kalt sei zum Zelten. Ich seufze innerlich und denke ja, es ist kalt. SAU. KALT! Schon mal drau\u00dfen gewesen und selber gef\u00fchlt?! Ich ermahne mich zur Ruhe. Nein nein, es ist gem\u00fctlich warm, die V\u00f6gelein singen mir ein gute Nacht Lied und in meinen Tr\u00e4umen gibt es t\u00e4glich Pfannkuchen und der Sommer endet nie &#8211; antworte ich nat\u00fcrlich nicht. Statt dessen sage ich schlicht &#8222;ja.&#8220;  Damit ist der lahme Versuch nach einer Konversation erfolgreich im keim erstickt und ich freue mich \u00fcber die erste gute Tat des Tages. Schnell bezahlt und los geht es am Moselufer. Nach einigen Kilometern komme ich auf die Idee Musik anzumachen. Julia sagt, meinen Humor habe ich von meiner Mutter (danke, Mami :-)!), genauso wie ich ABBA von meinen Eltern mit auf den Weg bekommen habe. Bei den ersten Kl\u00e4ngen von &#8222;Dancing Queen&#8220; kommt die Lebensfreude. Ich nicke im Takt zur Musik. Auf breiter Moselradweg Front kommt mir eine Gruppe Damen und Herren entgegen geschunkelt. Entweder man ist schon (oder etwa noch?!) angetrunken von den diversen Besuchen der diversen Weinlokalen, oder die Gruppe hat H\u00fcftprobleme. Nichtsdestotrotz nicken die Herrschaften mir ebenfalls enthusiastisch zu und freuen sich.<br \/>\nZweite gute Tat des Tages. <\/p>\n<p>Jetzt mache ich Pause und hab fast alles ausgezogen und aufgeh\u00e4ngt was geht. Es ist so warm, dass ich nur  in meiner eng anliegenden und daher nat\u00fcrliche extrem formsch\u00f6nen Thermounterw\u00e4sche da sitze. Mir f\u00e4llt auf, dass der Weg hier doch recht befahren ist. Wie schnell man sich f\u00fcr nichts zu schade ist. <\/p>\n<p>Ich habe ein Foto dazu gemacht, was ich jetzt nicht hochladen kann, weil das Internet hier nur so tut, als w\u00e4re es tats\u00e4chlich vorhanden. Trotzdem sehe ich mir das Foto an und stelle fest, dass es doch besser w\u00e4re ein Tshirt anzuziehen. Ich lasse mir viel Zeit und beobachte mal wieder Insekten. Eine Wespe krabbelt zum dritten Mal in meinen Schuh, ich bilde mir ein, dass sie leicht taumelnd wieder rauskrabbelt. Ein kleiner Schmetterling (ich habe hier schon vier Arten gez\u00e4hlt) will einfach nicht begreifen, dass meine blaue Jacke nicht die XXL-Bl\u00fcte ist, f\u00fcr die er sie h\u00e4lt. Ein neuer Vogel Sound taucht auf. Klingt wie wenn man zwei glatte Steine aneinander schl\u00e4gt. Sehr melodisch, wie man sich vorstellen kann. Ungewollterweise wird mir ein kleiner Sonnenbrand aufgedr\u00e4ngt. Naja, immer noch besser als ein Wein-Brand. Haha. Nichtmal ich selber kann \u00fcber diesen feinsinnigen Wortwitz l\u00e4cheln. Nun gut. Ich denke an die Herrschaften von vorhin.<br \/>\nWeiter geht es an der Mosel entlang. Weindorf an Weindorf reiht sich aneinander. Ich freue mich \u00fcber so kreative Gastst\u00e4ttenamen wie &#8222;zur Traube&#8220; oder &#8222;zum Weinkeller&#8220;. Endlich komme ich an meinem Platz an. Die Sonne scheint immernoch. Ich esse eine T\u00fctensuppe. Dass die aber auch immer so gut schmecken. K\u00f6nnte ich glatt jeden Tag essen. Ach, mach ich ja. Na, ich Gl\u00fcckspilz!<br \/>\nAuf einmal macht mir ein Vogel quasi kackfrech im Vorbeifliegen auf mein Zelt und meckert dann auch noch lautstark. Wenn ich es mir recht \u00fcberlege reicht mir die Knorr T\u00fcte heute nicht so recht. Gefl\u00fcgel w\u00e4re gut, denke ich und gucke nach oben &#8230;<\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation289\" name=\"50.080265,7.193618\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tour anzeigen Es ist 6:30. Ich liege noch in voller Montur im Schlafsack. Drau\u00dfen zwitschern die unterschiedlichsten V\u00f6gel. Direkt neben mir muss ein R2D2-Vogel sein. Weiter hinten klingt einer wie ein altes Modem. Und dann noch einer, der klingt wie ein kaputter Schreib-Lesekopf einer Festplatte. 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