{"id":227,"date":"2014-04-02T16:15:06","date_gmt":"2014-04-02T14:15:06","guid":{"rendered":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=227"},"modified":"2014-09-08T18:59:23","modified_gmt":"2014-09-08T16:59:23","slug":"tag-6-paderborn-warstein-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menina-unterwegs.de\/?p=227","title":{"rendered":"Tag 6. Paderborn &#8211; Warstein"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"450\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"http:\/\/www.komoot.de\/tour\/etappe-5-paderborn-warstein\/t2487368?embed&utm_campaign=wpplugin\"><a href=\"http:\/\/www.komoot.de\/tour\/etappe-5-paderborn-warstein\/t2487368?utm_campaign=wpplugin\">Tour anzeigen<\/a><\/iframe><\/p>\n<p>Der Abend, die Nacht, der Morgen. <\/p>\n<p>Ich komme an. Keiner da. Klingel mal hier, an der &#8222;Gastst\u00e4tte&#8220;, mal da an, ja was eigentlich? Die Hintert\u00fcr oder die Vordert\u00fcr? Ich kann es nicht sagen. Ein klassisches &#8222;Ding Dong&#8220;, was heutzutage eigentlich keiner mehr hat, ert\u00f6nt. Ich gucke mich um. Der Campingplatzbesitzer macht gro\u00df in, \u00e4h, M\u00fcll? Das kann man alles noch gebrauchen, w\u00fcrde der vielleicht sagen. R\u00fcdiger Nehberg w\u00fcrde glatt noch ein Haus mit Balkon UND eine hydraulische Gesenkbiegepresse daraus basteln. Und was Chuck Norris daraus machen w\u00fcrde, brauche ich gar nicht zu erw\u00e4hnen. Ich allerdings sehe nur Bruch. Das melodische Ding Dong zieht keine Konsequenzen nach sich, was ich entt\u00e4uscht feststellen muss. Urpl\u00f6tzlich quietscht ein Kleinkind mit Fahrrad und Helm an mir vorbei in den hinteren Teil des Hofes, zu einer T\u00fcr, die tats\u00e4chlich offen steht. Eine Frau kommt heraus und ich gehe mutig entschlossen auf sie zu. Es stellt sich heraus, dass sie sich um den Platz k\u00fcmmert, ich 6,50 zahlen muss und mich hinstellen kann, wo ich will. Nein, an den See leider nicht. Nein, baden darf man da drin auch nicht. Verr\u00fcckt auf was f\u00fcr Ideen ich komme, bei einem Campingplatz mit dem malerischen Namen &#8222;Campingplatz am Waldsee&#8220;. <\/p>\n<p>Ich schmiege mich mit meinem Zelt an einen unbesetzten Campinganh\u00e4nger und gehe zu den Sanit\u00e4ranlagen. Die Duschen brauchen Duschmarken. Als ich die nette Dame von vorhin darauf anspreche, sagt sie fr\u00f6hlich &#8222;Ja, zwei Duschmarken gibt&#8217;s zur Begr\u00fc\u00dfung!&#8220; Aha. Pause. Ich \u00fcberlege schon, ob ich mich jetzt vorsichtshalber nochmal vorstellen sollte, da sagt sie &#8222;die bringe ich Ihnen gleich vorbei.&#8220;  Supi. <\/p>\n<p>Zelt aufgebaut, ein schnelles drei-G\u00e4nge-Men\u00fc gezaubert und jetzt, ja, duschen w\u00e4r schon was. Weit und breit keine nette Dame und keine Duschmarken. Ich wei\u00df, ich hatte das alles schon erw\u00e4hnt, aber es h\u00e4ngt mir immernoch nach&#8230;<\/p>\n<p>Im Laufe des abends wird es immer dunkler (ich wei\u00df, das ist der nat\u00fcrliche Lauf der Dinge, wenn es sp\u00e4ter wird &#8211; ich meine allerdings die Wetterlage.). Dann legt ein Gewitter los, das einem glatte Herz-Rhythmus St\u00f6rungen bringen k\u00f6nnte. Gl\u00fccklicherweise bin ich ja Bass-erprobt :-). Was mich allerdings nerv\u00f6s macht, ist der Regen. Alles zusammen gepackt, ins Zelt verkrochen und \u00e4ngstlich abgewartet. Ja, in der Hinsicht bin ich ein Angsthase und eine Memme. &#8222;Weine nicht, wenn der Regen f\u00e4llt&#8220; als Endlosschleife im Ohr, fange ich schlie\u00dflich doch an zu heulen, als ich sehe, dass das Au\u00dfenzelt an diversen Stellen auf dem Innenzelt liegt. Erprobte Camper wissen, was das bedeutet. Das Gewitter ist unentschlossen in welche Richtung es weiter ziehen soll und dreht einfach lustige kreise rund um den Campingplatz. Geh weg geh weg geh weg, denke ich und habe dann auch irgendwann Erfolg damit. Der Regen m\u00f6chte noch etwas bleiben &#8230;<\/p>\n<p>In der Nacht tr\u00e4ume ich von abgeschlossenen Toiletten, sturzbachartigen Regenf\u00e4llen und geplatzten LKW Reifen. Den sinnvollen Zusammenhang dazu habe ich gl\u00fccklicherweise vergessen.<\/p>\n<p>Der Morgen graut, und mir vor dem Aufstehen. Hilft ja nichts, raus in die nasskalte Wirklichkeit. Ich kann eh nicht mehr l\u00e4nger liegen. Ich gucke raus und sehe die Sonne. Hallelujah. Neuer Tag, neues Gl\u00fcck. Au\u00dferdem habe ich gestern eine Rolle K\u00fcchenrolle aus einem Abstellraum geklaut und freue mich quasi diebisch dar\u00fcber. Es gibt n\u00e4mlich kein Klopapier. Fr\u00fchst\u00fcck schnell abgehandelt, alles zusammen packen und dann fange ich an aufzuladen. In dem Moment kommt eine Frau vorbei und fragt (ganz ahnungslos, ha!) wo es denn hingehe. &#8222;Madrid&#8220;, sage ich cool und grinse. &#8222;NEIN! Dass es sowas \u00fcberhaupt gibt!&#8220; ruft sie laut. Leichte Irritation auf meiner Seite. &#8222;MADRID! Wie weit ist denn das?&#8220; Gerade als ich antworten will, ruft sie wieder &#8222;Dass es das gibt!! Dass das \u00fcberhaupt geht! Mit dem ganzen Gep\u00e4ck?!&#8220; Ich verzichte darauf ihr zu sagen, dass das nur die H\u00e4lfte ist. Ich l\u00e4chle sie unverbindlich an und frage mich, ob sie denn nun nicht mal Z\u00e4hne putzen will, oder was sie sonst so vorhatte. Sie l\u00e4chelt zur\u00fcck und ich wage den Versuch zu sagen, dass ich ja drei Monate Zeit habe. Daraus wird nichts, denn als ich den Mund entschlossen \u00f6ffne, fl\u00f6tet sie ein &#8222;na dann noch viel Spa\u00df!&#8220; Und geht. Na, danke f\u00fcr&#8217;s Gespr\u00e4ch w\u00fcrde ich sagen. <\/p>\n<p>Also flugs alles aufgeladen und los geht es. Nach zwei Minuten fahren f\u00fchle ich mich wie der King. Das \u00e4ndere sich schnell am ersten Berg. Erstaunt stelle ich fest, dass ich mit der Lunge pfeifen kann. Wunderliches Ding, so eine Lunge. Ein fr\u00f6hliches Liedchen pfeifend, rausche ich den Berg hoch und rolle entspannt an der anderen Seite wieder runter. Oder so \u00e4hnlich. Zeit f\u00fcr eine Pause. Es ist tats\u00e4chlich sehr warm, aber nat\u00fcrlich auch windig. Ich finde eine Bank, kein Mensch weit und breit. Ich packe und ziehe alles aus was geht und lege mich auf die Bank. Alle halbe Stunde kommt ein vorbei. Zielsicher suche ich mir diese halbe Stunde aus, um hinter der Bank auf Klo zu gehen. Naja, hatten die wenigstens was zu lachen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ich fahre durch Warstein. Und campe in der N\u00e4he. <\/p>\n<p>Jaja, das Bier<br \/>\nKommt von hier.<br \/>\nAber auf keinen Fall,<br \/>\nHab ich nen Knall<br \/>\nUnd stoppe hier<br \/>\nF\u00fcr das Bier.<br \/>\nDenn, was ich auch nicht dachte,<br \/>\nAber, seit Anke mich dazu brachte,<br \/>\nTrink ich lieber Wein<br \/>\nUnd das mit dem Bier, lass ich sein<\/p>\n<p>Gute Nacht!<\/p>\n<p><a class=\"geolocation-link\" href=\"#\" id=\"geolocation227\" name=\"51.476177,8.247283\" onclick=\"return false;\">Posted from here.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tour anzeigen Der Abend, die Nacht, der Morgen. Ich komme an. Keiner da. Klingel mal hier, an der &#8222;Gastst\u00e4tte&#8220;, mal da an, ja was eigentlich? Die Hintert\u00fcr oder die Vordert\u00fcr? Ich kann es nicht sagen. Ein klassisches &#8222;Ding Dong&#8220;, was heutzutage eigentlich keiner mehr hat, ert\u00f6nt. Ich gucke mich um. 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